– Autor: Ute Otto Mitteldeutsche Zeitung (2014)

Der 55 Meter hohe Schlot des ehemaligen Korksteinwerkes in Coswig soll Ende März fallen. Der Schornstein steht am Rande eines Wohngebiets und kann deshalb nur in eine Richtung kippen. Alles hängt an der Zustimmung der Bahn.

COSWIG/MZ. Voraussichtlich am 26. März soll der Schornstein auf dem Gelände des ehemaligen Korksteinwerkes in der Coswiger Geschwister-Scholl-Straße gesprengt werden.

Das Areal grenzt im Norden an die Regionalbahnlinie Dessau-Falkenberg, aber auch für den West-Ost-Güterverkehr ist das eine bedeutsame Trasse. „Wir brauchen für die Sprengung eine Bahn-Pause“, sagt Martin Hopfe, Geschäftsführer der Thüringer Spreng GmbH mit Sitz in Kaulsdorf. Deren Auftraggeber wiederum ist die Berliner Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH (GESA) als Eigentümerin.

„Das ist das größte Problem, dass der Schornstein quasi mitten im Ort steht“, bestätigt Hopfe gestern nach der Begehung des Areals mit Vertretern der GESA, des städtischen Ordnungsamtes, der Polizei und des Gewerbeaufsichtsamtes. „Deshalb wird es auch Evakuierungen geben.“