Stadtentwicklung: Hang für Häuslebauer Gewerberuine am Galgenberg für ein neues Wohngebiet abgerissen
– Autor: Alexander Engels Märkische Allgemeine (2009)
JÜTERBOG - Eine große Sandfläche ist alles, was vom ehemaligen Bekleidungswerk am Jüterboger Galgenberg übrig geblieben ist. Dort am Hang will die staatseigene Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa) Einzelgrundstücke an Häuslebauer verkaufen.
„Die Industrieruine war seit 2001 in unserem Besitz“, sagt Geschäftsführer Claus-Peter Pietras. Der Abriss des jahrelang leer stehenden Bekleidungswerkes, in dem einst Uniformteile genäht wurden, hatte im Oktober vorigen Jahres begonnen. Insgesamt 250 000 Euro steckte die Gesa in das Projekt. Zehn Langzeitarbeitslose fanden darin, gefördert von der Arge Teltow-Fläming, ein halbes Jahr lang eine Beschäftigung. Unter Anleitung durch die Caputher Baufirma ERA entkernten sie die Gebäude – was mit dem Abnehmen von Gardinen begann und bis zum Ausbau von Heizungsanlage und Elektrik reichte. Für das Einreißen der Gebäude rückte schwere Bautechnik an. Dabei fielen 3000 Tonnen Bauabfälle an. Von böse Überraschungen in Form von Altlasten blieb man verschont.
„Wir werden diese attraktive Fläche schnell vermarkten können“, schätzt Pietras die Situation ein, „es gibt Interessenten, die sich um Bauplätze beworben haben.“ Insgesamt neun Eigenheime auf Grundstücken mit jeweils 800 bis 1100 Quadratmeter Fläche sollen am Galgenberg entstehen.
Das Baurecht ist laut Bürgermeister Bernd Rüdiger auch kein Problem. Zwar besteht eine Veränderungssperre für das Gebiet, so lange das sehr langwierige Bebauungsplanverfahren nicht abgeschlossen ist. „Aber das Vorhaben stimmt mit den Zielen der Planung überein und kann daher genehmigt werden“, so Rüdiger.