Rückbau erfolgreich abgeschlossen
– Autor: Michaela Kumkar Uckermark Kurier - Templiner Zeitung (2009)
Templin. Nichts erinnert in der Hans-Sachs-Straße 30 mehr an das ehemalige Agrochemische Zentrum (ACZ), das dort seinen Sitz hatte. "Die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH (GESA) hat auf dem etwa 1,8 Hektar großen Areal zur Wiedernutzbarmachung der Fläche umfangreiche Sanierungs- und Revitalisierungsmaßnahmen vorgenommen", schilderte Gudrun Finger, Pressesprecherin des Berliner Unternehmens. Zum erfolgreichen Abschluss des Projektes hatte es Templins Bürgermeister Ulrich Schoeneich (parteilos), Fachbereichsleiterin Thekla Seifert, Vertreter der Planungs- und Genehmigungsbehörden, ausführender Firmen sowie des Amtes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende am Mittwochnachmittag an den Ort des Geschehens eingeladen.
Ulrich Schoeneich zeigte sich erfreut, dass mit der GESA ein mittelbares Bundesunternehmen in Templin investiert habe. Von dessen Geschäftsführer Dr. Claus-Peter Pietras erfuhr der Bürgermeister, dass die Fläche der Gesellschaft gehört und sie diese nun vermarkten will. Gemeinsam mit den Vertretern der Kommune wurden anlässlich des Projektabschlusstermins verschiedene Möglichkeiten der Nachnutzung beziehungsweise wirtschaftlichen Wiederbelebung des Standortes erörtert.
Die Gäste erhielten darüber hinaus Informationen über den Verlauf der zu Ende gebrachten Maßnahme. "Zwischen September 2008 und Mitte Mai 2009 wurde das Grundstück im Rahmen einer beschäftigungswirksamen Maßnahme mit zwölf Arbeitnehmern in befristeten Anstellungsverhältnissen vollständig zurückgebaut", berichtete Pressesprecherin Gudrun Finger. "Voraussetzung war eine erfolgreiche Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Amt zur Grundsicherung für Arbeitsuchende des Landkreises Uckermark.
"Die GESA sei spezialisiert auf die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen auf problembehafteten Grundstücken im Eigenbestand. Ihr Ziel dabei: Diese sollen wieder wirtschaftlich genutzt werden. Das Grundstück in der Templiner Hans-Sachs-Straße befindet sich seit dem Jahr 2000 im Besitz des Berliner Unternehmens.
"Neben der technischen Begleitung durch unsere Ingenieure, einem engen Projektcontrolling und der Sicherstellung der Finanzierung der geplanten Maßnahmen gehört die Abstimmung mit den zuständigen Institutionen der Kommunen beziehungsweise Landkreise sowie den Landesbehörden zu einem Aufgabenschwerpunkt", erklärte die Pressesprecherin.
Den Umfang des Rückbauvorhabens und der flächendeckenden Tiefenenttrümmerung machte sie an folgenden Zahlen deutlich: "Der Abbruch von Gebäuden betraf einen umbauten Raum von circa 20 000 Kubikmetern. Bei der Beräumung der Fläche fielen rund 1400 Tonnen Beton und Bauschutt an, die als Recyclingmaterial in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wurden." Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf etwa 390 000 Euro.