Lomafa-Fabrikgebäude soll bis Ende August verschwunden sein
– Autor: Peter Hagen BadLobenstein.otz.de (2011 )
Lomafa-Fabrikgebäude soll bis Ende August verschwunden sein
Momentan laufen die Entkernungsarbeiten in der seit Jahren leer stehenden Industriebrache in Bad Lobensteins Poststraße. Interessenten für das frei werdende Grundstück haben sich bereits gemeldet.
Bad Lobenstein. Das Industriegebäude der ehemaligen Lomafa in der Bad Lobensteiner Poststraße wird jetzt abgerissen. Die Entkernung ist inzwischen nahezu abgeschlossen.
Im Mai dieses Jahres war im Auftrag der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa) mit den Abrissarbeiten begonnen worden. "Nach Abschluss der Rückbaumaßnahme Ende August 2011 ist die Vermarktung des Grundstückes geplant", teilte Gudrun Finger, Sprecherin der Gesa, auf OTZ-Anfrage mit. Ein Investor habe bereits sein Interesse angemeldet.
Während momentan fast nur leere Fensterhöhlen von den fortgeschrittenen Entkernungsarbeiten künden, werden bald auch äußerlich die Abrissarbeiten noch deutlicher sichtbar sein. Momentan werden mit dem Anbringen von Fangnetzen die Abbrucharbeiten des Dachbereiches abgesichert. Etwa ab Gebäudemitte in Richtung Stadtzentrum sollen die Abrissarbeiten vonstatten gehen. Bis Ende August dieses Jahres soll dann das gesamte Gebäude verschwunden sein.
Mit den Abriss- und Entsiegelungsarbeiten soll auch das seit Jahren widerrechtlich auf dem Grundstück lagernde Abbruchmaterial einer Verwertung zugeführt werden, kündigte die Gesa weiter an. Sie spricht hier von Recyclingmaterial, das zur Verfüllung von Baugruben und ehemaligen Kellerräumen genutzt werden soll. "Weiterhin findet es in der Geländeprofilierung Verwendung", heißt es, "überschüssiges Material wird anschließend entsorgt." Bei dem Abbruchmaterial handele es sich um "altlastenseitig unbedenklichen und wiedereinbaufähigen Bauschutt", hatte die Gesa nach einer Baustellenkontrolle im vorigen Jahr mitgeteilt. Eine entsprechende Analyse des Materials, das die Unbedenklichkeit ausweise, liege dem Umweltamt vor. Damit war Befürchtungen entgegen getreten worden, dass sich im Material Schwermetallsalze aus dem Abriss eines alten Giftlagers befinden könnten.
In der Industriebrache waren zu DDR-Zeiten Radzierdeckel und Pumpen hergestellt worden, nach der Wende erfolgte die Produktion von Steintrennmaschinen.
"Ein Investor hat bereits sein Interesse angemeldet." Gudrun Finger, Sprecherin der Gesa