– Autor: Oliver Schwers Märkische Oderzeitung (2015)

(auszugsweise)

Zichow (MOZ) Chemische Substanzen, Gifte, ölhaltige Stoffe, belasteter Boden - das alles steckt in einem riesigen Loch bei Zichow in der Uckermark. Die Altlast mitten in der Umgebung von Äckern soll jetzt ausgepumpt und aufbereitet werden. Die Arbeiten haben in diesen Tagen begonnen.Nach einer europaweiten Ausschreibung übernimmt die Gesellschaft zur Sanierung von Altlasten (GESA) den seit vielen Jahren immer wieder verschobenen Auftrag. Sie muss etwa 23 000 Kubikmeter Teichwasser bergen und rund 18 000 Kubikmeter Schlamm auspumpen. Außerdem befinden sich in dem vom Volksmund als "Große Hölle" bezeichneten Giftsee weitere belastete Sedimente.Die vollständige Entsorgung der Giftgrube kostet rund zehn Millionen Euro. Den größten Teil davon übernimmt der Bund. Man geht davon aus, dass die komplette Renaturierung bis Mitte April 2016 dauern wird. Neben den flüssigen Bestandteilen verschwindet auch kontaminiertes Erdreich.