Einzel- und Doppelhäuser statt Kuhställe
– Autor: Viola Volland Märkische Oderzeitung (2011 )
Einzel- und Doppelhäuser statt Kuhställe
In Bernau wird ein neues Wohnviertel geplant
Bernau (MOZ) Aus der ehemaligen Milchviehanlage im Bereich Börnicker Chaussee/Venusbogen soll ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern werden. Die Planungs- und Erschließungskosten übernimmt die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (GESA).
Die GESA ist bereits Eigentümerin eines Großteils der brach liegenden ehemaligen Milchviehanlage. Sie will auch den Rest der Flächen, der der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GEWOBAU) und der Stadt Bernau gehört, erwerben. Ziel ist es, die Ruinen abzureißen, den verunreinigten Boden zu sanieren und einen Teil des 4,9 Hektar großen Areals so vorzubereiten, dass auf ihm ein Wohnviertel entstehen kann. Die Abrissanzeige für die ehemalige Milchviehanlage hat die GESA der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises und der Stadt Bernau bereits vorgelegt. Dem Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren haben die Bernauer Szadtverordneten kürzlich zugestimmt
Platz wäre auf dem Gelände für 55 bis 60 Einfamilien- und Doppelhäuser. Verkehrstechnisch soll das neue Viertel über den von der Börnicker Chaussee abgehenden Venusbogen erschlossen werden. In dem neuen Wohngebiet ist der Bau eines Strassennetzes geplant, das im Osten an den Heideweg anbindet und dort einen zweiten Anschluss an die Börnicker Chaussee ermöglicht.
"Damit wird nicht nur der Siedlungsrand im Bereich südlich der Börnicker Chaussee neu gestaltet, sondern auch das gesamte Umfeld, das durch die aufgegebenen Gebäude und Anlagen erheblich negativ beeinträchtigt wird, städtebaulich aufgewertet", befürwortet der Stadtplaner Friedemann Seeger das Vorhaben.
Ohnehin hat die Stadt Bernau in ihrem Flächennutzungsplan aus dem Jahre 2008 zwei Drittel der ehemaligen Milchvieanlage als Wohnbaufläche ausgewiesen. der Rest ist als Landwirtschaftsfläche darsgestellt - eine von den dreien im Bernauer Flächennutzungsplan: Neben Lindow südlich der L31 in Richtung Elisenau wurde auch der Bereich am südwestlichen Rand von Birkholz weiterhin als Agrarfläche ausgewiesen, obwohl dort in den vergangenen Jahren Betriebsstandorte der Berliner Stadtgüter abgerissen worden sind.
In der ehemaligen Milchviehanlage an der Börnicker Chaussee/Venusbogen soll der südliche Bereich zwar saniert, aber nicht bebaut werden. Statt dessen ist vorgesehen, diesen Teil des Geländes als Kompensationsfläche für andere Bauprojekte in der Stadt zu nutzen.