– Autor: Torsten Richter-Zippack lr-online (2019)

(auszugsweise)

Der Rotschlamm-See Heide (Restloch Heide V) zwischen Lauta (Kreis Bautzen) und Hosena (Oberspreewald-Lausitz) wird im nächsten Jahr gesichert sein. Das sagt Gudrun Finger von der Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa), die Eigentümerin des 40 Hektar großen Gewässers ist. In das Restloch waren über Jahrzehnte Bauxitschlämme aus der Aluminiumproduktion des Lautawerkes verspült worden.

Derzeit wird das Sichern des Nordufers vorbereitet. Die Böschung muss verdichtet werden. Die Sanierer wollen auch oberflächennahe Schadstoffausträge weitgehend vermeiden. Das Restloch liegt nah an der Bahntrasse Ruhland – Hoyerswerda.

Am Rotschlamm-Restloch wird seit Jahren gearbeitet. Ein neuer Schutzdamm zum benachbarten Restloch Heide VI ist errichtet, der alte Trenndamm ist verdichtet und damit umfänglich stabilisiert worden. Das ist unter erschwerten Bedingungen erfolgt: Denn auch ergiebige Regenmengen mussten im Sanierungsfall von einem in das nächste Restloch geleitet werden.  Insgesamt wurden Gesa-Angaben zufolge rund 420 000 Kubikmeter Wasser übergeleitet, ohne dass Schadstoffe in die Oberflächengewässer der Umgebung abgeführt wurden. Und die Böschungen, die durch den Grundwasserwiederanstieg unsicher geworden waren, mussten gehalten werden.