Lausitzer Rundschau (2011)

Arsen-Bestandteile in Heide-Restloch nachgewiesen

 


Senftenberg Erste Untersuchungen des Wassers im Restloch Heide V nahe Hosena haben ergeben, dass auch Arsen-Bestandteile im Wasser gelöst sind. Das hat das Landratsamt Bautzen als zuständige Umweltbehörde mitgeteilt.

Daneben sind auch Calcium-, Kalium-, Aluminium-, Magnesium- und Eisenverbindungen festgestellt worden. In das Restloch Heide V waren bis 1990 Bauxidschlämme aus dem früheren Lautawerk eingeleitet worden. Vereinbarte Gutachten sollen laut des Bautzener Landratsamts im Mai vorliegen, eine Gesamtauswertung sei nicht vor Ende Juni zu erwarten.

In den vergangenen Monaten war ein Streit um eine mögliche Sanierung der Restlöcher Heide V und Heide VI entbrannt. Im Herbst 2010 hatte nach den lang anhaltenden Regenfällen die Gefahr bestanden, dass der Trenndamm zwischen beiden Restlöchern bricht und das Wasser aus Heide V ins tiefer gelegene Restloch VI schießt und damit auch Gräben in Hosena verschmutzen könnte. Dazu ist es nicht gekommen, rief jedoch die Verwaltungen auf den Plan. So fordert Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) nach wie vor vehement, dass die Restlöcher, die dem Bund-Land-Unternehmen Gesa (Restloch V) und dem Bundesunternehmen LMBV (Restloch VI) gehören, grundhaft saniert werden.

Offizielle Kostenschätzungen gibt es nicht, sie dürften jedoch mindestens siebenstellig sein. Die Gesa favorisiert jedoch nicht die Sanierung, sondern will Wasser vom Restloch V ins Restloch VI pumpen, um die Gefahr eines Dammbruchs zu senken. Über diesen Antrag muss die Umweltbehörde des Kreises OSL entscheiden.