– Autor: Ingo Kramer Sächsische Zeitung (2013)

Die Ruinen in der Jauernicker Straße sollen bis Ende Februar weg sein.Danach folgt die schwierigste Arbeit.

Eigentümerin der Industriebrache ist seit 2006 die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa)aus Berlin. Der Firma gehören 1 400 Standorte in Ostdeutschland, darunter sehr viele in Sachsen. Ihre Aufgabe ist es, Grundstücke wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem sie nutzbar sind. Eine Besonderheit in Görlitz ist, dass das alte Fabrikgelände mitten im Wohngebiet liegt. Gesa-Geschäftsführer Claus-Peter Pietras war dieseWoche vor Ort, um sich ein Bild vom Abriss zu machen. „Die reinen Abbrucharbeiten haben vor Kurzem begonnen und werden bis 28. Februar erledigt sein“, informiert er.Gearbeitet wird nach einem klaren System:Zuerst werden von vorn nach hinten alle Gebäude abgerissen, dann werden die Materialien getrennt und zuletzt folgt der Abtransport. „Es ist also nicht so, dass hier vier Monate lang immer wieder schwere Lkw fahren werden“, so Pietras.Nach dem Abriss folgt die schwierigste Aufgabe: Die Altlastensanierung. Etwa in der Mitte des Fabrikgeländes war einst der Galvanik-Standort. „Dort gibt es erhebliche Bodenverunreinigungen“, so Pietras. Die Folge: Die Erde wird ausgetauscht, sämtliche kontaminierten Erdmassen müssen entsorgt werden.